Historie eines Erfolgsunternehmens (1849 - 1904)

Begonnen hatte alles im Jahre 1849, als Wilhelm Madrian (1825 - 1906) ein Fuhrunternehmen gründete, um z.B. heimischen Torf, Importkohle aus England und Versorgungsgüter für die damals an der Geeste ansässigen Werften Oltmann, Lange und Johann C. Teckleborg zu transportieren. (Da Bremerhaven noch nicht ans Eisenbahnnetz angeschlossen war, mussten alle Waren per Pferdegespann befördert werden - mit gerade 6 km/h, wodurch die einfache Fahrt nach Bremen zehn Stunden dauerte.) Außerdem wurde ab den 50er Jahren des 19. Jahrhunderts zusammen mit dem Fuhrmann Eide Seibs oberhalb der heutigen alten Geestebrücke eine Pramfähre für bis zu 4 Gespanne über die Geeste betrieben.

Im Jahre 1904 trat der Enkel Wilhelm Madrian's und heutiger Namensgeber Georg Grube (1882 - 1955) in die Firma ein und übernahm 1909 die Leitung. Damals stand Bremerhaven durch die Weserversandung in wirtschaftlicher Blüte, da größere Schiffe in Bremerhaven anlegen mussten und viele Güter per Trecker und Anhänger nach Bremen geschafft werden mussten.


Historie eines Erfolgsunternehmens (1916 - 1950)

Durch die zwischen 1916 und 1929 erfolgte Weservertiefung brach der Handel im Überseehafen zusammen, wodurch die Wirtschaft der Stadt Bremerhaven und der Erfolg des eng mit ihr verbundenen Unternehmens Georg Grube erlahmte. Erst ab Mitte der 30er Jahre, nach Eingliederung eines Kohlehandels 1934, begann sich die Situation für das Unternehmen zu verbessern. Der Aufschwung wurde jedoch durch Ausbruch des Zweiten Weltkriegs unterbrochen. Zwar übernahm Fritz Grube (1912-1995) 1943 die Firma, jedoch wurden der gesamte Fuhrpark und das Firmengelände an der Deichstrasse völlig zerstört, sodass ein kompletter Neuanfang ab August 1945 erfolgen musste.

1948 wurde zum bestehenden Fuhrunternehmen ein Kies- und Sandhandel eingegliedert und in den 50er Jahren kamen drei Binnenschiffe hinzu, die Kies aus den Gruben an der Oberweser nach Bremerhaven transportierten. Nach und nach wurden weitere Aktivitäten aufgenommen: Erd- und Abbrucharbeiten, das Heben und der Transport schwerer Lasten und der Umschlag und die Lagerung von Massengütern.


Historie eines Erfolgsunternehmens (1950 - 1970)

Mit ihren Umschlagsanlagen musste die Firma bedingt durch die fortschreitende Stadtentwicklung mehrfach umziehen: vom Geestemünder Querkanal zum Südende des Neuen Hafens und schließlich 1959 zum Standort am Nordende des Neuen Hafens, der 2009 geschlossen wurde. 1961 bewies Fritz Grube erneut seinen unternehmerischen Weitblick, indem er an diesem Platz das erste Betonwerk der gesamten Unterweserregion gründete. 1964 kam die Umschlagsanlage am Luneort hinzu, wodurch die Weser-Mischwerke dort ihre Asphaltproduktion aufnehmen konnten. 1969 wurde auch hier ein Betonwerk errichtet und die Produktion von Betonrammpfählen aufgenommen.

1964 wurden auch die ersten Lagerhallen an der Carsten-Börger-Str. gebaut, die heute eine Gesamtfläche von 7.000 m² haben. Seit 1982 ist auch der Betriebshof mit firmeneigener Werkstatt und die gesamte Verwaltung an diesem Standort.

Durch den Erwerb der bekannten Transportfirmen Bernhard E. Tolle / Bremerhaven und Kaltofen / Bremen baute das Unternehmen in den 60er Jahren auch seine Fernverkehrsaktivitäten aus. Neben Tankzugtransporten für die Esso AG betrieb die Firma Grube als eines der ersten deutschen Unternehmen einen kombinierten Verkehr zwischen Bremen und München.


Historie eines Erfolgsunternehmens (1975 - Heute)

Der heutige Firmenchef Wolfgang Grube trat 1975 in die Firma ein und fügte den bestehenden Geschäftszweigen neue hinzu : 1978 gründete er die OEG, Optima Entsorgungs Gesellschaft mbH , zur Aufbereitung und zum Recycling von Müllverbrennungsschlacken mit Sitz am Luneort.

1982 wurde ein neuer Geschäftszweig aufgebaut, seit 1990 unter dem Namen Grube Sportartikel GmbH, der sich mit dem Import, der bundesweiten Distribution und der Logistik der Produkte des amerikanischen Sportartikelherstellers Converse befaßte. Im Laufe der Zeit kamen die Firmen Starter, Everlast, And1, Dada und Do Or Die hinzu.

1991 wurde zusammen mit den Weser-Mischwerken die Fa. BARAB, Baustoffaufbereitungs- und Recyclinganlage Bremerhaven , gegründet und ebenfalls am Luneort angesiedelt. Das Unternehmen beschäftigt sich mit der Annahme von Bauabfällen, insbesondere Bauschutt, und der Produktion von Recyclingbaustoffen.

Am 01.04.1999 feierte das Unternehmen Georg Grube sein 150-jähriges Bestehen, wozu auch das von den Gründervätern ausgesprochene Zitat :
"Geht nicht, gibt's nicht !" seinen Teil beisteuerte.